Der Weg zum Cavalier - Minirocker

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Das erste Kennenlernen
und wie läuft es eigentlich mit den Reservierungen?
Ich eröffne erst nach erfolgter Wurfplanung eine Warteliste. Alles andere ist einfach ein zu großer Zeitaufwand für mich.
Um auf diese Warteliste zu gelangen, dürfen Sie vorab einen Fragebogen mit denen für mich wichtigsten Informationen über Sie und Ihre Lebenssituation ausfüllen.  Anfragen mit fehlenden Angaben werden nicht berücksichtigt. Im Fragebogen geht es natürlich auch um ganz persönliche Dinge wie z.B. genaue Anschrift zur Überprüfung Ihrer Wohnsituation , Ansichten zu einem Welpen und familiäre Verhältnisse. Ich befolge dabei alle Richtlinien zum Datenschutz. Ihre persönlichen Angaben in diesem Fragebogen werden beim Kennenlernen durch Ihren Personalausweis belegt und später auch an den Kaufvertrag angehängt. Dies scheint Ihnen im ersten Moment vielleicht überzogen. Doch wenn ich Ihnen jetzt folgendes zu bedenken gebe, wird Ihnen sicher schnell klar, dass ich diese Dinge zum Schutze meiner Familie benötige: Ich lasse jeden eingeladenen Interessenten in unser persönliches Reich ein, meine Gegebenheiten werden ganz selbstverständlich offen gelegt. Ich gewähre Zugang zu meinen wertvollsten Begleitern: meiner Familie und meinen Tieren! Was man dabei als Züchter alles erleben darf, ist manchmal wirklich unglaublich. Daher bitte ich höflich um Ihr Verständnis. Ob Sie es auf die Warteliste für das aktuelle Jahr geschafft haben, erfahren Sie durch eine ausführliche Benachrichtigung per E-Mail.  Hier stehen alle wichtigen Informationen und weiteren Schritte. Für die Bearbeitung der Massen an Anfragen und die Aufnahme als festen Welpenkäufer erhebe ich mittlerweile eine Bearbeitungsgebühr, weil viele Leute (gerade während der Pandemie) es leider wohl witzig finden sich bei mehreren Züchtern gleichzeitig anzumelden, sich ausführlich beraten lassen und dann aus heiterem Himmel woanders schnell einen Welpen bekommen. Das ist mir schon etwas unangenehm, aber aus gegebenen Anlass leider unumgänglich. 

Nun, auch für mich beginnt immer eine aufregende Zeit, wenn Welpeninteressenten zum Kennenlernen vorbeikommen. 
Oft werde ich gefragt wie das mit dem Reservieren geht. Bei mir gibt es keine Reservierungen am Telefon, keine Anzahlungen ohne vorheriges Kennenlernen. Natürlich wäre das ein sehr einfacher Weg, aber ich setze überall auf hohe Qualität. Warum sollte ich meine Welpen also zu Fremden geben? Nein, wir lieben unsere Hunde und alle Welpen. Wenn Sie einen Welpen aus unserem Hause adoptieren möchten, dann bringen Sie selbstverständlich auch gern die Zeit mit um uns, unsere Hunde und den Welpen ihres Herzens in Ruhe kennenzulernen.
Nehmen Sie sich auch gern nach dem Kennenlernen noch eine Nacht Zeit um alle Eindrücke zu verarbeiten, offene Fragen zu besprechen um eine Entscheidung zu treffen. 
Ich überdenke natürlich auch alle Eindrücke, das Bauchgefühl ist sehr wichtig, es soll einfach beidseitig passen. Ich sage das ganz offen, denn ich möchte das Beste für meine Hundebabies und somit ein zu Hause auf Lebenszeit! 

Wenn die Welpen dann 6 Wochen alt sind, dürfen sie Besuch bekommen.

Wenn Sie vom Interessenten zu Welpeneltern "aufsteigen" und der Herzenshund gefunden wurde, lade ich Sie alle gemeinsam zu den Besuchen ein. So lernen Sie sich besser kennen und Sie knüpfen Kontakte zu den anderen Welpeneltern.  Dazu treffen wir uns am Wochenende zur "offenen Besuchsrunde". Nur, wer seinen Welpen oft besucht, kann Vertrauen aufbauen. Wer dies nicht kann oder möchte, kann gerne wo anders einen Welpen adoptieren.  Nicht jeder Welpenkäufer möchte ein gutes Verhältnis zu dem Züchter. Das ist völlig ok. Man kann nicht alles haben.
Bei mir ist dies jedoch ausdrücklich erwünscht.  
In unserer Whattsappgruppe bleiben wir nach Einzug des Welpen in Verbindung. Fragen werden schnell beantwortet, Bilder ausgetauscht, Witze gemacht, Sorgen geteilt und Cavitreffen verabredet.


Energieausgleich
Eine verantwortungs-und liebevolle Hundezucht erfordert einen hohen finanziellen und zeitintensiven Einsatz. Ich möchte Ihnen hier gerne einmal darlegen warum man keine gesunden Welpen zum Schnäppchenpreis bekommen kann. Bei uns ist jeder Welpe einzigartig, wird sehr geliebt, verwöhnt, gekuschelt, fast stubenrein abgegeben, nur mit dem Besten vom Besten und hochwertigstem Futter aufgezogen um u.a. Allergien zu vermeiden. Bei mir gibt es ganz sicher keine Billigware, sondern ein geliebtes Lebewesen! Sie können sich sicher sein, dass Ihr Welpe aus den besten familiären Verhältnissen, privilegierter Umgebung kommt und nur Gutes bei der Aufzucht erlebt hat. Sie bekommen von mir nicht nur Ihren Welpen, sondern eine lebenslange "Mitgliedschaft" in unserer fröhlichen Cavaliergemeinschaft mit Whattsappgruppe, Facebookfreundschaften, Spielgefährten in Ihrer Nähe, Cavaliertreffen im Sommer, Betreuung und Beratung in allen Lebenslagen (ja, auch in schlechten Zeiten!). Die Welpen stellen in keinster Weise ein Grundeinkommen dar. Ich züchte alle paar Jahre, wenn es passt und alles klappt. Ich bekomme dafür natürlich sehr viel Liebe. Es ist aber auch imens anstrengend, aufwendig und kräftezehrend. Dafür tue ich unseren Hunden und meiner kleinen Familie nach Auszug der Welpen gern etwas Gutes und freue mich daher auch, wenn etwas Geld übrig geblieben ist.

 Bevor überhaupt gezüchtet werden kann:
  • Mitgliedsbeitrag im Zuchtverband
  • Zwingerabnahme durch den Verein (mind. 2 Zuchtwarte kommen um die Zuchtstätte zu genehmigen: Unterbringung und Pflegezustand unserer Cavaliere, Platzverhältnisse, Hygiene, Wissensstand des Züchters)
  • Genehmigung der Zucht durch das Kreisveterinäramt
  • die Beantragung eines Zwingernamens
  • Den Besuch von Züchterschulungen, um immer auf dem aktuellen Stand der Zucht zu sein (Vorschrift)
  • den Kaufpreis der Zuchttiere
  • Die Aufzucht der Zuchttiere bis zur ersten Zuchtverwendung: MEINE Cavalierdamen allerfrühestens und nur mit entsprechend gutem Entwicklungsstand ab 22 Monaten 
  • Tierarztkosten: Impfungen, Entwurmungen, Vorsorge- und erweiterte zuchthygienische Untersuchungen, evtl. Erkrankungen oder Kaiserschnitte usw. (da kommen in einem Jahr schnell einige tausend Euro zusammen)
  • Vorgeschriebene Gesundheitsuntersuchungen der Zuchttiere
  • Zuchttauglichkeitsprüfung im Rahmen einer kostenpflichtigen Zuchtschau + Fahrtkosten,  Übernachtung & Verpflegung
  • Deckgebühren + hohe Fahrtkosten zum Deckrüden, Übernachtungs- und Verpflegungskosten ( 2 Übernachtungen).
  • Vorherige Tests zur Deckzeitbestimmung in der Klinik
  • hochwertiges Hundefutter (B.A.R.F.) & Zusätze 
  • Hundekissen, -körbe, -spielzeug, -shampoo
  • Anschaffung Ersatz für zerfressene Möbel, Teppiche, Tapeten, ...
  • 19% Umsatzsteuer
  • Telefongebühren, Werbung, Porto
  • Strom, Wasser, Heizung, Lizenzen
  • Versorgung der Hündinnen, die aus der Zucht ausscheiden
  • und so weiter ...
 Wenn dann nach Erfüllung aller Bestimmungen der erste Wurf gefallen ist:
  • Die Geburt und Aufzucht der Welpen (der enorme Zeitaufwand um die Welpen bestens zu prägen ist gar nicht aufzurechnen)
  • Tierarztkosten wenn beim Werfen Probleme auftreten
  • Hygieneartikel für Geburt & Aufzucht
  • Laborkosten
  • Tierklinikkosten (es kann auch passieren, das ein Wurf oder die Mutterhündin erkrankt und in die Tierklinik muss)
  • besondere Ernährung der Mutterhündin und der Welpen, Welpenmilch
  • Kosten für Entwurmung, Impfungen, Gesundheitsuntersuchungen, Chippen, Pässe
  • Wurfabnahme
  • Ahnentafeln
  • Infomappen
  • Welpenkoffer
  • lebenslange kostenlose Beratung
  • Unterstützung im Falle einer bevorstehenden Abgabe eines Hundes 
  • Rücknahme eines Welpen bei Problemen/ Überforderung
  • jährliche Cavaliertreffen
  • und so weiter ...

Und nicht zuletzt:
Alte Cavaliere, die nicht mehr in der Zucht sind, wollen auch versorgt sein.  Hündinnen müssen im Alter von spätestens 8 Jahren aus der Zucht genommen werden und erreichen ein durchschnittliches Alter von bis zu 15 Jahren.  Als verantwortungsvolle Züchterin gehen meine Hündinnen bei der geringsten Auffälligkeit mit dem Herzen aus der Zucht.  Dies wird regelmäßig überprüft.
Wozu braucht ein Familienhund überhaupt Papiere?
Eine Ahnentafel ist die Geburtsurkunde des Hundes und gehört untrennbar dazu. 
Es ist immer Vorsicht geboten, wenn ein Hund mit Ahnentafel angeboten wird und beim Verzicht auf die Ahnentafel der Hund billiger abgegeben wird. Das sind unseriöse Methoden. Kein Züchter im VDH darf dies tun. Der Verzicht auf die Ahnentafel öffnet Tür und Tor für skrupellose Hundevermehrer und Hundehändler, deren billige Rassehundewelpen aus Qualzucht stammen. Deshalb sollte jeder Cavalierkäufer Wert auf eine Ahnentafel des VDH/FCI legen. Diese bestätigt, dass sein Hund aus einer streng kontrollierten Zucht stammt. 

Was bedeutet Züchterethik?
Hundezucht bedeutet die Verantwortung für die Nachzucht gesunder, wesensfester und sozial verträglicher Hunde. Eine erfolgreiche Zucht, im Sinne der Rasse, erfordert die sorgfältige Auswahl der miteinander zu verpaarenden Hunde. Es geht nicht darum, eine Hündin von einem Rüden decken zu lassen, um dann die Welpen mit Gewinn zu verkaufen. Ein seriöser Hundezüchter züchtet, um die Qualität einer Rasse zu erhalten und zu verbessern. Er ist Mitglied in einem zuchtbuchführenden Verein, der seine Zucht kontrolliert, beurteilt und seinen Welpen eine anerkannte Ahnentafel ausstellt.
Einen guten Züchter zeichnet vor allem die Liebe zum Haustier Hund aus. Er lebt mit seinen Hunden zusammen, weiß um ihre Bedürfnisse, um die Grundlagen einer sachgemäßen Haltung, Aufzucht, die Erziehung und Sozialisation seiner Nachzucht. Durch seine Erfahrung sind ihm auch gesundheitliche Probleme, Vorsorgemaßnahmen und Erste-Hilfe-Maßnahmen geläufig und er ist die erste Anlaufstelle für den Welpenkäufer, wenn dieser Probleme mit dem neuen Hausgenossen hat.
Vor allem sollte es einem guten Züchter darum gehen, den richtigen Käufer für seine Welpen zu finden - den Hundeinteressenten vor dem Kauf ordentlich zu beraten, zu prüfen, ob der Käufer auch bestimmte Voraussetzungen zum Halten eines Cavaliers erfüllen kann und dem frisch gebackenen Hundekäufer auch später noch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Sollte sich ein Fehlkauf herausstellen, ist er moralisch verpflichtet, den Welpen zurückzunehmen oder einen geeigneten Platz für ihn zu finden. In erster Linie bedeutet Züchterethik, dass mit dem Verkauf des Hundwelpen nicht die Verantwortung des Züchters für diesen endet.
Damit ein Hundezüchter diesen Anforderungen gerecht werden kann, braucht er viel Zeit, Platz und gewisse finanzielle Voraussetzungen. Er sollte nur so viele Hunde halten wie er betreuen, pflegen, beschäftigen und in den Tagesablauf seiner Familie mit einbeziehen kann. Dazu gehören auch ältere und kranke Hunde, die bis auf Ausnahmefälle im Züchterhaushalt verbleiben.
Erfolg einer Hunderasse muss über dem persönlichen Erfolg stehen. Seriöse Zucht bedeutet unter dem Gesichtspunkt der Genetik, die Gesunderhaltung und Funktionalität einer Rasse zu erhalten und zu verbessern.

Also: Schauen Sie sich den Züchter Ihrer Wahl ganz genau an und kaufen Sie nie aus Mitleid einen Welpen. Darauf bauen skrupellose Zeitgenossen und das beschert denen diese hohen Gewinne - es ist leider ein wirklich lohnendes Geschäft. Nur wenn diese Welpen nicht mehr gekauft werden und kein Gewinn mehr damit zu erzielen ist können diese Grausamkeiten ein Ende finden.


 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü